Parodontologie

Die Parodontologie ist der Teilbereich der Zahnheilkunde, der sich mit der Behandlung von Erkrankungen des Zahnhalteapparates (=Parodont) befasst. Hierzu gehören im Wesentlichen Zahn(wurzel), Zahnfleisch und der umgebende Kieferknochen.

Freiliegende Zahnhälse, Zahnfleischbluten, evtl sogar Zähne mit Lockerungsgrad - das sind allgegenwärtige Beispiele für Situationen, in denen ein Problem im Bereich des Zahnhalteapparates vorliegt.

Daher gewinnt die Parodontologie zunehmend an Bedeutung, zumal die (frühzeitige) Behandlung von Parodontopathien einen nicht hoch genug einzuschätzenden Stellenwert bei der Erhaltungstherapie der eigenen Zähne einnimmt.

Parodontaltherapie

Bei der Parodontitis (früher Parodontose) handelt es sich um eine der am weitesten verbreiteten Infektionserkrankungen. Nahezu 80% der erwachsenen Deutschen leiden an einer mehr oder weniger schweren Form (Quelle: DMS Deutsche Mundgesundheitsstudie IV, 2006). Durch eine bakterielle Infektion können Entzündungen des Zahnhalteapparates (Parodontitis) entstehen, was den Rückgang von Knochen und Zahnfleisch zur Folge hat. Unbehandelt kann dies zu Zahnlockerungen bis hin zum Zahnverlust führen.

Heute wissen wir, dass man durch entsprechende häusliche Mundhygiene in Verbindung mit einer regelmäßigen konsequenten professionellen Reinigung der Zahn/Wurzeloberflächen dieser Problematik effektiv begegnen kann. So können Zähne über Jahre hinweg erhalten werden, die man noch vor wenigen Jahren als hoffnungslos erachtet und frühzeitig entfernt hätte. 

Parodontalchirurgie

Die Möglichkeiten der modernen Parodontalchirurgie erweitern die Grenzen der konventionellen Therapie erheblich. Mit minimal-invasiven Techniken können die Knochen- und Weichgewebsverhältnisse optimiert werden, so dass auch in problematischen Situationen stabile Verhältnisse über Jahre hinweg geschaffen und damit Zähne erhalten werden können.